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Finanz- und Krypto-Glossar
Das Option-News-Glossar erklärt zentrale Begriffe aus Finanzen, Krypto, Steuern und europäischer Regulierung in präziser, knapper Form — mit konkreten Beispielen und ohne Marketing-Sprache. Die Einträge ergänzen unsere Berichterstattung und werden fortlaufend erweitert. Definitionen beziehen sich, wo nicht anders vermerkt, auf die österreichische Rechtslage und Marktpraxis.
Finanzen
ETF
Ein börsengehandelter Indexfonds, der die Wertentwicklung eines Aktien-, Anleihen- oder Rohstoffindex möglichst exakt nachbildet — mit geringen laufenden Kosten und hoher Handelbarkeit.
ETF-Sparplan
Eine Daueranweisung, mit der regelmäßig (meist monatlich) ein fester Betrag in einen ETF investiert wird — die häufigste Form des langfristigen, breit gestreuten Vermögensaufbaus für Privatanleger.
GmbH
Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung — in Österreich und Deutschland die häufigste Kapitalgesellschaftsform für KMU. Mindeststammkapital 35.000 € (AT) bzw. 25.000 € (DE), Haftung grundsätzlich auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt.
Holding
Eine Beteiligungsgesellschaft, die Anteile an einer oder mehreren operativen Töchtern hält, ohne selbst operativ tätig zu sein. In Österreich und Deutschland steuerlich relevant über Schachtelprivileg, Beteiligungsertragsbefreiung und thesaurierte Reinvestition.
Pensionskasse
Eine außerhalb der gesetzlichen Pensionsversicherung organisierte Einrichtung der betrieblichen Altersvorsorge. In Österreich überbetriebliche Pensionskassen (z. B. VBV, Valida) und betriebliche Lösungen, finanziert aus Arbeitgeberbeiträgen und freiwilligen Eigenbeiträgen.
Privatstiftung
Eine in Österreich eingetragene juristische Person ohne Eigentümer, die einem im Stiftungszweck festgelegten Begünstigtenkreis dient. Klassisches Instrument zur generationenübergreifenden Vermögensbündelung — seit den Reformen 2008/2014 mit deutlich gesunkenen Steuervorteilen.
Sparplan
Ein automatisierter, regelmäßiger Kauf von Wertpapieren — meist Aktien, ETFs oder Fonds — auf Basis einer Daueranweisung an den Broker oder die Bank.
TER (Total Expense Ratio)
Die jährliche Gesamtkostenquote eines Investmentfonds in Prozent des Fondsvermögens — enthält Verwaltungs-, Depotbank- und Indexgebühren, aber typischerweise nicht die Transaktionskosten innerhalb des Fonds.
Krypto
Cold Storage
Die Aufbewahrung von Kryptowährungen auf einem Datenträger, der dauerhaft vom Internet getrennt ist — typischerweise eine Hardware-Wallet oder ein Paper-Wallet. Gilt als sicherste Verwahrungsform für Privatanleger.
DeFi (Decentralized Finance)
Sammelbegriff für Finanzanwendungen, die auf öffentlichen Blockchains über Smart Contracts laufen — ohne traditionelle Mittler wie Banken oder Broker — und Funktionen wie Handel, Kredit, Lending oder Versicherung abbilden.
Stablecoin
Eine Kryptowährung, deren Wert an einen externen Referenzwert — meist eine Fiat-Währung wie den US-Dollar oder Euro — gekoppelt ist, um Kursvolatilität zu minimieren.
Staking
Der Prozess, bei dem Inhaber bestimmter Kryptowährungen (typischerweise Proof-of-Stake-Coins wie Ethereum oder Solana) ihre Bestände zur Validierung von Blockchain-Transaktionen einsetzen und dafür eine Vergütung erhalten.
Steuern
Kapitalertragsteuer-Verordnung (KESt-VO)
Die rechtliche Detailverordnung, die festlegt, wie inländische depotführende Stellen die KESt für Anleger einbehalten, abführen und welche Anschaffungskosten-Methoden anzuwenden sind.
KESt (Kapitalertragsteuer)
Die österreichische Quellensteuer auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und realisierte Kursgewinne aus Wertpapieren und Kryptowährungen — pauschal 27,5 % seit der Reform von 2022.
SVS (Sozialversicherung der Selbständigen)
Der österreichische Sozialversicherungsträger für Selbstständige, gewerbliche Unternehmer und freie Dienstnehmer. Pflichtträger für Pensionsversicherung, Krankenversicherung und Unfallversicherung mit gewinnabhängigen Beiträgen.
Regulierung
BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht)
Die deutsche Allfinanzaufsicht mit Sitz in Bonn und Frankfurt — zuständig für Banken, Versicherer, Wertpapierdienstleister, Pensionsfonds und Krypto-Anbieter. Pendant zur österreichischen FMA.
FMA (Finanzmarktaufsicht)
Die österreichische Allfinanzaufsicht mit Sitz in Wien — zuständig für die Beaufsichtigung von Banken, Versicherungen, Pensionskassen, Wertpapierdienstleistern und Krypto-Assets im Sinne von MiCA.
KIM-V (Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen-Verordnung)
Die seit August 2022 geltende österreichische Verordnung der FMA, die für Wohnimmobilienkredite an Privathaushalte verbindliche Obergrenzen vorgibt — insbesondere für Beleihungsquote, Schuldendienstquote und Laufzeit.
MiCA-Verordnung
Die EU-Verordnung „Markets in Crypto-Assets“ — der erste umfassende, harmonisierte Rechtsrahmen für Kryptowerte und ihre Anbieter im europäischen Binnenmarkt. Seit Dezember 2024 vollständig anwendbar.
UCITS
Undertakings for Collective Investment in Transferable Securities — der EU-weite Rechtsrahmen für regulierte Publikumsfonds. UCITS-Fonds dürfen grenzüberschreitend an Privatanleger vertrieben werden und unterliegen strengen Diversifikations- und Transparenzpflichten.
Alle Einträge alphabetisch
- BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht)
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- DeFi (Decentralized Finance)
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- ETF-Sparplan
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- Kapitalertragsteuer-Verordnung (KESt-VO)
- KESt (Kapitalertragsteuer)
- KIM-V (Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen-Verordnung)
- MiCA-Verordnung
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- TER (Total Expense Ratio)
- UCITS